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Grafisches Corona-Update: Hoffnung in Österreich

Täglich aktualisierte Charts zu den neuen Fällen der Coronainfektion in ausgewählten Ländern.

André Kühnlenz

Im Beitrag «Alle warten auf die flache Coronakurve» hat FuW beschrieben, wie Virologen erst um Ostern herum erste Aussagen über eine absehbare Trendwende machen können. Hier ein grafisches Update (Stand 2. April 2020) zum 7-Tage-Trend der neuen Fälle von Infizierten in ausgewählten Ländern. Die rein rechnerische Trendfortschreibung gibt zumindest eine Ahnung, wo es in den nächsten Tagen hingehen kann.

Sehr erfreulich setzt sich der Rückgang der neuen Fälle in Italien fort (7-Tage-Durchschnitt). Allerdings scheint sich gerade der Rückgang der Prozentrate aller Fälle abzuflachen. Aktuell liegt die blaue Kurve bei 5%. Zu Ostern ist +1% möglich – das ist aber nur Stand heute.

Die Schweiz zappelt weiter rum, ohne weitere Verbesserung. Es bleibt damit also vorerst bei einer Stabilisierung.

Deutschland muss weiterhin auf den Beginn der Trendwende warten (siehe rote Kurve). Der 7-Tage-Durchschnitt der neuen Fälle wächst aber kaum noch, die Wachstumsrate aller Fälle (blaue Kurve) fällt von 10 auf 9%.

Sehr positive Verbesserung in Österreich. Die Schwankungen der Vorwoche fallen nun aus dem 7-Tage-Durchschnitt heraus, die neuen Fälle liegen hier bei gut 600.

Vielleicht beginnt bald auch in den USA die Zahl neuer Fälle zu sinken. Zu wünschen wäre es ja, nachdem die Gesamtzahl der Infizierten auf mehr als 240’000 gestiegen ist. Die Richtung weist bereits auf 290’000.

In Frankreich ist der 7-Tage-Durchschnitt der neuen Fälle gestern erstmals gesunken. Noch zeigt die rechnerische Trendfortschreibung aber keine Trendwende an (aber das ist auch keine Prognose). Erfreulich.

Auch in Spanien sinkt der 7-Tage-Durchschnitt der neuen Fälle. Die Zahl aller Infizierten steigt um nur noch 9%, nach 11% einen Tag zuvor (7-Tage-Durchschnitt). Die Trendwende könnte begonnen haben.

Grossbritannien braucht noch länger, um den Tanker zu stoppen. Die rechnerische Trendfortschreibung (Achtung: keine Prognose!) deutet jetzt eine Gesamtzahl von mindestens 85’000 an. Aktuell sind es 34’000.

Hier zur Erinnerung, wo alle hinwollen: zu einer Wachstumsrate der Zahl der Infizierten von 1% pro Tag wie in Südkorea, mit einer Verdopplungszeit aller Infizierten von gut sechzig Tagen.