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Grafisches Corona-Update: Hoffnung in der Schweiz

Täglich aktualisierte Charts zu den neuen Fällen der Coronainfektion/der Toten in ausgewählten Ländern.

André Kühnlenz

Im Beitrag «Alle warten auf die flache Coronakurve» hat FuW beschrieben, wie Virologen erst um Ostern herum erste Aussagen über eine absehbare Trendwende machen können. Hier ein grafisches Update (Stand 6. April 2020) zum 7-Tage-Trend der neuen Fälle von Infizierten (und Toten) in ausgewählten Ländern. Die rein rechnerische Trendfortschreibung gibt zumindest eine Ahnung, wo es in den nächsten Tagen hingehen kann.

In Italien sinkt die Zahl der neuen Fälle pro Tag auf weniger als 4000. Die 7-Tage-Durchschnitte sehen weiterhin gut aus.

Die Hoffnung wächst in der Schweiz, dass jetzt auch die Zahl der Toten pro Tag sinkt (im 7-Tage-Durchschnitt). Es könnte der Beginn einer Trendwende sein. Die Zahl der Neuinfizierten geht jetzt auch etwas beschleunigt zurück.

In Deutschland sah es am Montagabend erst nach einer Stabilisierung in der Zahl der Toten aus, doch das war voreilig, wie die Daten später zeigten. Der letzte Stand für Montag: Es gab den grössten Anstieg pro Tag überhaupt (dünne schwarze Linie). Die Zahl der Neuinfizierten sinkt.

Auch in Österreich könnte die Zahl der Toten jetzt anfangen zu sinken. Für eine Trendwende sollten wir noch abwarten. Aber die rechnerische Trendfortschreibung (keine Prognose!) sieht nicht so schlecht aus.

In den USA flacht sich die Kurve der neuen Fälle (7-Tage-Durchschnitt) etwas ab (bei zuletzt leicht steigenden Tests in New York). Die Todeszahl ist zwar den zweiten Tag gesunken, was am Montag die US-Börsen beflügelt haben soll. Aber von Trendwende noch keine Spur.

Nach den vielen Nachmeldungen taugen in Frankreich weiterhin nur die bereinigten Daten. Von einer Trendwende fehlt nach wie vor jede Spur. Das kann sich aber zu Ostern ändern, wenn sich die Daten ausgleichen.

In Spanien sieht es wohl nach einer klassischen Trendwende aus. Die Zahl der Toten und der neuen Fälle sinkt. Hoffentlich gibt es keine Rückschläge.

Grossbritannien muss weiter warten.

Hier zur Erinnerung, wo alle hinwollen: zu einer Wachstumsrate der Zahl der Infizierten von 1% pro Tag wie in Südkorea, mit einer Verdopplungszeit aller Infizierten von aktuell 78 Tagen.

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