Unternehmen / Industrie

Grau, Dunkelgrau, Schaffner

Die Herstellerin von Elektronikkomponenten hat Anleger im laufenden Jahr enttäuscht. Daran hat auch der Auftritt des Managements an der Investora nichts geändert.

Zum Schluss seiner Präsentation an der Investora hat Schaffner-CEO Marc Aeschlimann die Kurve zu etwas Optimismus gerade noch gekriegt. Die Herstellerin von Elektronikkompenenten sei gut aufgestellt, um von diversen Megatrends wie Automatisierung, Robotics, Building Technologies, Medizinaltechnik, Elektromobilität zu profitieren. Auf die Frage aus dem Publikum, warum er mittelfristig dennoch lediglich 5% Umsatzwachstum erwarte, meinte der CEO mit galantem Lächeln: «Wir wollen jetzt erst mal liefern.»

Dies, nachdem das Unternehmen in diesem Jahr bereits eine Gewinn- und eine Umsatzwarnung publiziert hat und für 2018/2019 (per Ende September 2019) mit einem Umsatzrückgang rechnet. Im Aktionariat gab es vor einer Woche gemäss Börsenmitteilung eine Änderung. Die Folien von CFO Christian Herren waren bei der Präsentation schon überholt. Jörg Wolle, Verwaltungsratspräsident von Kühne + Nagel (KNIN 136.85 -1.4%), und zuvor mit rund 3% an Schaffner (SAHN 197 2.87%) beteiligt, und die Buru Holding (bisher gemeldet 20,3%) haben eine Gruppe gebildet. Beide zusammen kommen nun auf 24,3% Anteil an Schaffner.

Seine zusammenfassenden Worte hätte Aeschlimann kaum düsterer formulieren können, denn so sei die Welt: grau, dunkelgrau, schwarz. «Sie haben es sicher schon ein paar Mal gehört. Das wirtschaftliche Umfeld ist geprägt von grosser Verunsicherung, Nationalismus und Abschottung. Die Visibilität ist sehr, sehr schlecht. Die Leute sind vorsichtig mit Investitionen, und erschwerend für uns ist die Währungssituation mit dem erstarkenden Thai-Baht.» Möglichkeiten sehe man in neuen Märkten und mit neuen Technologien. Wo und mit was genau, konnte das Duo an der Investora in Zürich nicht überzeugend vermitteln.

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