Unternehmen / Finanz

Graubündner KB wächst über den Erwartungen

Analyse | Der Fokus auf das Anlagegeschäft macht sich für die Bank bezahlt. Aktionäre profitieren von einer Sonderausschüttung.

Das Tiefzinsumfeld geht mit den Retailbanken gnadenlos ins Gericht. Die Graubündner Kantonalbank (GKB) muss im Zinsgeschäft für 2019 einen Rückgang von 3% auf 251,6 Mio. Fr. hinnehmen. Der sinkende Ertrag ist Ausdruck der Grenzen, an die das Finanzinstitut im Kanton stösst. Das Baugeschäft in Graubünden ist rückläufig, das reale BIP im Kanton hinkt seit Jahren dem gesamtschweizerischen Wert hinterher.

Dass die GKB ihr Geschäft zunehmend jenseits der Grenzen sucht, überrascht daher nicht. Von den mauen 2,2% Wachstum bei den Hypothekarforderungen kommt der grösste Teil von ausserhalb des Kantons. «Der Trend hin zu tieferem Zinsertrag wird anhalten», sagt GKB-CEO Daniel Fust. «Getrieben von Wettbewerbsdruck im Hypothekargeschäft, teuren Kundeneinlagen auf der Passivseite und einer rückläufigen Verzinsung des Eigenkapitals.»

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