Unternehmen / Industrie

Greg Poux-Guillaume: Die Karriere-Kopie des Ex-Sulzer-Chefs

In Holland übernimmt der Manager den Chefposten bei AkzoNobel. In seiner Wahlheimat Schweiz arbeitet er höchstens noch an der Dessertkarte mit.

Die Karriere von Grégoire Poux-Guillaume verläuft nicht gerade originell. Der Franzose, bis Mitte Februar Chef des Industriekonzerns Sulzer und noch Präsident des Sulzer-Spin-offs Medmix, wechselt im Oktober als CEO zu AkzoNobel. Nicht originell ist das deshalb, weil er nach Ton Büchner 2011 der zweite Manager wird, der von der Sulzer-Spitze direkt im Chefsessel des niederländischen Farb- und Lackherstellers landet. «Ein Zufall», sagt Poux-Guillaume. «Gerade diese Woche habe ich mit Ton darüber gelacht.»

Seit 2015 hatte Greg, wie ihn alle nennen, Sulzer geleitet. Als er antrat, befand sich diese mitten im Umbau. Restrukturierungen hatten das Geschäft geprägt, mit einer Verkleinerung der grössten Division Pumps Equipment reagierte man auf die schwache Nachfrage im Öl- und Gasmarkt. Poux-Guillaume beendete den Job, kam um weitere Sparübungen aber nicht herum. Er machte Sulzer agiler, baute die Division «Applicator Systems», die heutige Medmix, durch Übernahmen aus und brachte sie schliesslich als Spin-off an die Börse.

Und immer wieder Vekselberg

Dass Poux-Guillaume nun wechselt, darf nicht überraschen. Er, der nach eigenen Aussagen nicht viel von typischen Karriereschritten weiss, ist mit 52 Jahren noch nicht auf seinem Zenit angekommen. Die NZZ schrieb kürzlich, er habe bei Sulzer kein Geheimnis daraus gemacht, dass er sich zu Grösserem berufen fühle. Poux-Guillaume, der Machtmensch? «Das lässt mich anmassend klingen», sagt er. Jedoch habe er immer betont, dass er nach Sulzer wieder einen CEO-Posten anstreben würde.

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