Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Europa. Was nun?
Märkte / Makro

Eine Geschichte von Stadt und Land

In Basel und in Thayngen lebt man Tür an Tür zum europäischen Ausland. Ein Besuch in zwei Deutschschweizer Grenzgemeinden mit unterschiedlichen Ansichten.

Valentin Ade und Iris C. Ritter (Bilder)

Das Niemandsland zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Eine Kette aus Scheinwerferlichtern durchbricht die morgendliche Dunkelheit. Hunderte deutsche Autos schlängeln sich zwischen Feldern und Wäldchen die kleine Schaffhauser Landstrasse entlang. Ziel der Grenzgänger ist ihr Arbeitsplatz im Hauptort des Kantons, in Winterthur oder dem sechzig Kilometer entfernten Zürich.

Das Schauspiel wiederholt sich jeden Werktagsmorgen und -abend jeweils für zwei Stunden. Dazwischen herrscht ländliche Ruhe. Der Lichterschlauch zwängt sich durch die Gemeinde Thayngen. Wie der Kanton Schaffhausen selbst hat der Ort eine längere Grenze mit Deutschland als mit der Schweiz. Es ist ein konservativer Ort in einem konservativen Kanton. Hier stimmt man für Masseneinwanderungsinitiative und Minarettverbot, gegen die Bilateralen und die Personenfreizügigkeit mit der EU.

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