Unternehmen / Finanz

Grossinvestoren feilen an der Anlagerezeptur

Dieses Jahr wird die Aktienbaisse nicht durch einen Anstieg der Obligationenkurse kaschiert. Institutionelle Investoren schichten Portfolio weiter um.

Wer im Wertschriftendepot sowohl Aktien als auch Staatsanleihen halte, sei gegen Marktverwerfungen gewappnet, lautet eine Börsenregel: Bei einem Aktiencrash leiten Verkäufer den Erlös an den Markt für Obligationen und treiben damit deren Kurse hoch. Wer folglich trotz Turbulenzen an Aktien wie auch Anleihen festhält, kann dank der Avancen der Obligationenkurse die Aktienbuchverluste kompensieren.

Diese Gegenbewegung der Kurse wirke nur in ausgeprägten Krisen der Aktienbörsen, sagt Reto Kuhn, Investmentchef des Versicherers Vaudoise: «Einzig bei extrem fallenden Aktienpreisen entsteht eine so massive Flucht in Obligationen, dass ihre Marktpreise deswegen deutlich steigen.» Auch dann sei es lediglich ein temporärer Effekt, denn auf lange Frist betrachtet marschierten Aktien- und Obligationenpreise in die gleiche Richtung. «Das war so in allen Zehnjahresperioden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.»

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