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Gründer von WeWork tritt zurück

Adam Neumann ist auf Drängen der Investoren zurückgetreten. Diese zeigten sich nach der Verschiebung des IPO skeptisch. Ein neuer Zeitpunkt wird geprüft.

(Reuters) Adam Neumann, Firmengründer und Chef des US-Bürovermieters WeWork ist nach dem gescheiterten Börsengang auf massiven Druck seiner Geldgeber zurückgetreten. Neumann erklärte am Dienstag nach einer Verwaltungsratssitzung seinen Abgang, wie WeWork mitteilte. Er gibt Insidern zufolge zugleich die Mehrheit der Stimmrechte auf. Die größten Investoren in das Startup-Unternehmen, allen voran der japanische Technologie-Investor Softbank (Softbank 19.86 2.06%), hatten auf einen Rückzug Neumanns gedrängt und setzten sich in der Sitzung des siebenköpfigen Gremiums durch. Künftig soll WeWork gemeinsam vom bisherigen Finanzchef Artie Minson und von Verwaltungsratsmitglied Sebastian Gunningham geführt werden.

Firmengründer Neumann behält einen Platz im Verwaltungsrat, aber ohne Management-Funktion. Den Insidern zufolge wird auch die Macht des 40-Jährigen bei WeWork beschnitten. Bisher hatten seine Aktien das zehnfache Stimmrecht normaler Anteile, künftig trägt eine der Gründer-Aktien nur noch drei Stimmrechte. Neumann verliert damit die Stimmenmehrheit.

WeWork hatte den Börsengang vor einer Woche auf Eis gelegt, nachdem sich Investoren skeptisch gezeigt hatten. Sie stießen sich nicht nur an den wachsenden Verlusten, sondern auch an Neumanns großem Einfluss und seinem Führungsstil. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, man prüfe den «optimalen Zeitpunkt» für eine Neuauflage des Börsengangs.

WeWork mietet Immobilien langfristig an und vermietet Büroflächen an Firmen, Unternehmer und Start-Ups mit kurz laufenden Verträgen. Damit hat WeWork das traditionelle Büro-Vermietgeschäft aufgemischt, in dem langfristige Verträge die Regel sind. Inzwischen ist das Unternehmen an 528 Standorten in 29 Ländern vertreten.

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