Unternehmen / Energie

Gurit-CEO: «China ist eingebrochen»

Analyse | Der Windenergiezulieferer senkt die Prognose für das laufende Jahr. Dennoch bleibt CEO Mitja Schulz sehr zuversichtlich.

Gurit ist im Übergangsjahr. Das war schon offensichtlich, als die Windenergiezulieferin im April die Quartalszahlen publizierte. Vor allem im grössten Windenergiemarkt China ist die Nachfrage laut CEO Mitja Schulz geradezu eingebrochen: «In China wurde der Bedarf für 2021 praktisch vorgezogen.» Der Grund ist, dass per Ende 2020 ein Förderregime für Windenergie ausgelaufen ist. Allein im Dezember wurden daher noch Windenergieanlagen mit 47 Gigawatt (GW) Leistung zugebaut. Weltweit waren es im Gesamtjahr 2020 93 GW.

Die Änderungen waren seit Längerem absehbar. Dennoch hielt Gurit im April bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen noch an der Umsatzprognose von 530 bis 580 Mio. Fr. fest, nachdem sie 2020 578,8 Mio. Fr. umgesetzt hatte. Am Freitagabend hat sie nun mitgeteilt, dass der Umsatz lediglich rund 500 Mio. Fr. betragen werde. Auf die Frage, was sich inzwischen geändert habe, sagt Schulz gegenüber FuW: «Wir haben inzwischen deutlich mehr Visibilität für die zweite Jahreshälfte und sehen jetzt, dass der Auftragseingang in China sehr gering ist.»

«Extrem zuversichtlich»

Dennoch bleibe er «extrem zuversichtlich», was China anbelange. Um das im September ausgegebene Ziel der CO2-Neutralität bis 2060 zu erreichen, müssten sich die jährlichen Zubauraten im grössten Windenergiemarkt nochmals verdoppeln. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?