Unternehmen / Energie

Gurit setzt auf Grösse

Der Zulieferer zeigte am Investorentag die Trends in der Windbranche auf.

 

Eine Zahl hat am Investorentag von Gurit beeindruckt: 250 Meter. So lang sind die Rotorblätter der grössten Windturbinen, die derzeit geplant werden. Mit Formen, Verbundwerktstoffen und Bausatzlösungen zum Bau der Rotoren unterstützt Gurit Turbinenhersteller wie Vestas oder Siemens Gamesa in der Entwicklung und Produktion der Windkraftanlagen.

Drei Viertel des Umsatzes erzielt Gurit mit dieser Branche und hat zum Halbjahr Zahlen ausgewiesen, die im Vergleich zum Vorjahr deutlich schlechter ausfielen, denn derzeit herrscht Flaute. Nachdem in China im vergangenen Jahr ein Investitionsanreiz ausgelaufen und rekordweise Anlagen zugebaut worden waren, sind im Reich der Mitte die Preise und Volumen eingesackt. Wie lange das so bleiben wird, ist ungewiss.

Unterschiedliche Szenarien

Gurit zeigte zwei verschiedene Szenarien zur globalen Marktentwicklung: In jenem des Energie-Beratungsunternehmens Wood Mackenzie folgt der Aufschwung erst ab 2025 – selbst für geduldige Anleger ist das zu spät. Das zweite Szenario des Global Wind Energy Council geht bereits im kommenden Jahr von einer Erholung aus. CEO Mitja Schulz liess durchblicken, dass er die Annahmen von Wood Mackenzie als konservativ erachtet, da er annimmt, dass das Geschäft in China deutlich früher wieder anzieht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?