Unternehmen / Industrie

Gurit wird von Windenergie angetrieben

Analyse | Vor allem Bausätze für Rotorblätter waren in der Krise gefragt. Der neu ernannte CEO Mitja Schulz kennt die Branche gut.

Die anhaltend kräftige Brise für den Ausbau der Windenergie hat bei der Verbundwerkstoffspezialistin Gurit für ein gutes Halbjahresergebnis gesorgt. Der Umsatz, der nach dem Ausstieg aus dem Automobilgeschäft zu vier Fünfteln aus dem Windenergiemarkt kommt, stieg im ersten Halbjahr 2,3% auf 281,1 Mio. Fr. In Lokalwährung betrug das Umsatzplus 8,7%.

Gurit sei während der Krise mit ihrem globalen Produktionsnetzwerk im Gegensatz zu regional tätigen Konkurrenten jederzeit lieferfähig gewesen, sagte CEO Rudolf Hadorn an einer Telefonkonferenz. Besonders profitiert hat die Geschäftseinheit Kitting, die den Umsatz 47% auf 110,5 Mio. Fr. steigern konnte. Die Einheit liefert umfangreiche Bausätze aus verschiedenen Materialien wie Balsaholz oder Polyesterschaum für den Kern von Rotorblättern. Auch das Segment Composite Materials (Verbundwerkstoffe) profitierte von der hohen Nachfrage aus dem Windenergiemarkt und erlöste 134,1 Mio. Fr., was einem Zuwachs von 9,7% entspricht. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?