Unternehmen / Industrie

Gurit auf der Durststrecke

Analyse | Der Windenergiezulieferer verdiente im Halbjahr deutlich weniger. Enttäuschend sind aber vor allem die Perspektiven über 2021 hinaus.

Der Windenergiezulieferer hat im vergangenen Halbjahr deutlich weniger verdient. Nachdem das Unternehmen erst im Juni die Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert hatte, überraschte das schlechtere Resultat niemand mehr. Enttäuschend war am Dienstag allerdings, dass das Management im Ausblick über 2021 hinaus zurückhaltend blieb.

In der Präsentation für Analysten und Medienvertreter schien eine Folie mit der Prognose zur Entwicklung der Windenergiebranche in den kommenden Jahren auf. Signifikantes Wachstum der jährlich zugebauten Leistung von Windenergieanlagen war darauf erst ab 2025 wieder erkennbar. Noch bei der Präsentation der Jahreszahlen 2020 im März sah es eher nach 2021 als einem Übergangsjahr aus, und nicht nach mehreren Übergangsjahren.

Verschnaufpause in China

Dass die Dynamik nachlässt, liegt daran, dass 2020 ein aussergewöhnlich gutes Jahr war. Weltweit wurden laut besagter Statistik von Wood Mackenzie Windenergieanlagen mit einer Kapazität von 116 Gigawatt installiert. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den Jahren zuvor. Grund für den Rausch war, dass im vergangenen Jahr in China, dem wichtigsten Markt, ein Förderregime ausgelaufen ist. Auch in den USA werden die Investitionsanreize derzeit neu justiert.

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