Märkte / Makro

Gute Zeiten für Millionäre

Dank der guten Entwicklung der Wirtschaft und der Aktienmärkte wuchs die Zahl der Finanzmillionäre im letzten Jahr um fast 2 Millionen auf global fast 14 Millionen Personen.

Das Anlagevermögen der Reichen dieser Welt stieg 2013 um fast 14% auf rekordhohe 52,6 Bio. $. Gemäss dem jüngsten World Wealth Report von Capgemini (CAP 109.35 -12.41%)/RBC war das vergangene Jahr eine gute Zeit, um ein «High Net Worth Individual» (HNWI) zu werden. Als HNWI gelten gemäss der Studie Personen, die über ein anlagefähiges Vermögen von über 1 Mio. $ verfügen, ausgenommen selbstgenutzte Immobilien sowie Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände. 2013 stieg die Zahl der HNWI um 15% auf 13,7 Mio. Personen, womit die zweitgrösste Zunahme seit dem Jahr 2000 registriert wurde.

Lediglich 2009, dank der Börsenhausse nach der Finanzkrise, war das Wachstum mit 17% stärker.

Noch ist Nordamerika der grösste Markt

Nordamerika ist mit 4,3 Mio. Reichen unverändert der grösste «Lieferant» von Millionären. Der asiatisch-pazifische Raum (inkl. Japan)  ist aber fast gleichbedeutend, in dieser Region wachsen seit etlichen Jahren die Bevölkerung und die Vermögen am schnellsten. Die Studie prophezeit denn auch, dass im laufenden Jahr der asiatisch-pazifische Raum die Region Nordamerika in Bezug auf die Anzahl Millionäre überholen werde. 2015 werde Nordamerika auch bezüglich der Vermögen hinter Asien zurückfallen. In beiden Regionen besitzen die Millionäre je über 14 Bio. $.

Auf wenige Länder konzentriert

Nach wie vor stammen 50% aller Millionäre aus bloss drei Ländern: den USA (4 Mio.), Japan (2,3 Mio.) und Deutschland (1,1 Mio.). Auf dem vierten Rang folgt China, dahinter liegen Grossbritannien und Frankreich. Die Schweiz verzeichnete gemäss Studie eine überdurchschnittliche Zunahme der Millionäre um 16,8% auf 330 000.

Lateinamerika als Ausnahme

Die schlechte Performance der brasilianischen Wirtschaft und der Märkte hatte Auswirkungen auf die Zahlen für ganz Lateinamerika. Hier stieg die Anzahl der Vermögenden um lediglich 4% und das Gesamtvermögen um nur 2%. Auch im Rückblick über die vergangenen sechs Jahre konnten die lateinamerikanischen Schwellenländer bezüglich Anzahl Millionäre und Vermögen nicht mit den asiatischen Staaten mithalten.

Gut für Superreiche

Das gegenwärtige Umfeld fördert offenbar nicht nur Millionäre, sondern auch Superreiche. Gemäss Studie stieg global die Anzahl Superreiche (über 30 Mio. $) und die Anzahl der sehr Reichen (über 5 Mio. $) stärker als die der gewöhnlichen Millionäre.

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