Märkte / Derivate

Hamstern und Horten treibt den Weizenpreis

Der Getreidemarkt spielt verrückt – trotz guter Ernteprognose und vollen Speichern.

Der Weizenpreis steigt, obwohl die Getreidespeicher voll sind und eine gute Ernte vorausgesagt wird. Wie für andere verblüffende Marktbewegungen in jüngster Zeit ist auch hier die Coronapandemie verantwortlich. Genauer gesagt die Reaktion einiger Regierungen auf die vermeintliche Knappheit essenzieller Güter in einer Krise – wie Weizen eines ist.

Gewisse Verknappungsfaktoren wird die Zeit richten, zum Beispiel Transportengpässe. Auch manche politische Handlung mit Signalwirkung ist nur von kurzer Dauer. So führte Rumänien Anfang April einen Stopp für Exporte von Weizen in Nicht-EU-Länder ein. Rumänien ist nach Frankreich der zweitgrösste Weizenexporteur in der EU. Das Land musste das Verbot aber auf Druck der eigenen Bauern und der EU nach einer Woche aufheben. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?