Märkte / Makro

Handelsstreit belastet weiter

Dem jüngsten Konjunkturbericht des Federal Reserve zufolge wächst die US-Wirtschaft moderat. Ein Grund zur Sorge sind aber die Handelsdispute.

(Reuters) Die US-Wirtschaft hat nach Einschätzung der amerikanischen Zentralbank zuletzt weiter unter dem Handelsstreit mit China gelitten. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht des Federal Reserve hervor.

Zwar habe es in den letzten sechs Wochen des vergangenen Jahres ein moderates Wachstum gegeben. In vielen Gegenden würden Unternehmen aber weiterhin von der Unsicherheit belastet, was Zölle und Handel angeht, steht im Beige Book.

Die US-Konjunktur zeigte zuletzt Licht und Schatten: Während die Industrie in einer Auftragsflaute steckt, sind die Dienstleister im Aufwind. Am Arbeitsmarkt schwächte sich der Boom etwas ab, doch läuft der Jobmotor weiter rund.

Nach drei Zinssenkungen im vergangenen Jahr beliess das Fed den Leitzins zuletzt in einer Bandbreite von 1,5 bis 1,75% und signalisierte vorerst stillzuhalten – auch weil sich der Zollstreit entschärft hat. Kurz vor Veröffentlichung des Beige Book unterzeichneten die beiden grössten Wirtschaftsmächte der Welt den ersten Teil einer Handelsvereinbarung, dem ein zweiter folgen soll.

Fed-Vertreter haben bereits gewarnt, die Sorgen der Unternehmen dürften anhalten. Denn die US-Zölle auf chinesische Einfuhren sollen erst dann abgeschafft werden, wenn das zweite Abkommen unter Dach und Fach ist.

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