Märkte / Aktien

SMI schliesst mit Velusten

Handelskrieg belastet die Aktienmärkte. Die hohen Kursniveau verführen zu Gewinnmitnahmen.

(AWP/Reuters/BB) Die Schweizer Börse hat es nicht geschafft, das Ruder herumzureissen und ging mit Verlusten aus dem Handel. Der SMI (SMI 10205.46 -2.92%) schloss tiefer auf 10338,35 Punkten. Der 30 Werte umfassende SLI sank auf 1’586,78 Punkte auf 12’486,28 Punkte.

Das ständige Hin und Her im Handelskrieg zwischen den USA und China verdriesse die Anleger, hiess es am Markt. Angesichts der hohen Kursniveaus kam es daher zu Gewinnmitnahmen. Am Mittwoch hatte der US-Senat China zudem mit der Annahme von Gesetzesentwürfen zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong verärgert.

Gute Nachrichten im Bezug auf die Entwicklung des Schweizer Leitindex SMI kam dagegen von der Société Générale. In einem Ausblick auf 2020 hat die französische Bank den SMI als möglichen sicheren Hafen für das kommende Jahr identifiziert. Pharma- wie auch die Konsumbranche gehören für die Bank zu den Schlüsselmärkten 2020.

Den defensiven Pharma- und Konsumschwergewichten im SMI half dies heute jedoch nicht. Nur gerade Roche (ROG 322.45 -2.63%) beendete den Handel leicht im Plus, Nestlé (NESN 101.76 -2.81%) und Novartis (NOVN 85.05 -1.61%) verloren heute. Swatch Group (UHR 227.8 -3.11%) und Richemont (CFR 66.02 -4.07%) handelten wegen der Unruhen in Hongkong mit Abschlägen

Alcon (ALC 60.6 -2.26%) setzten auch heute ihre Verluste fort. Institutionelle Anleger billigen der Aktie Potential nach oben zu, auch die Käufe aus den USA könnten auf dem momentanen Niveau wieder zunehmen. Die Titel des Personalvermittlers Adecco (ADEN 53.26 -3.13%) litten unter einer Branchenstudie der Deutschen Bank, in der die Analysten ihr «Sell» Rating für den Titel bestätigen.

Im breiten Markt gehörten heute Schmolz+Bickenbach zu den Gewinnern. Der Stahlhersteller zahlt in Deutschland eine Kartellstrafe von 12,3 Mio.€. Analysten zufolge ist die Belastung aber mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen für den Stahlhersteller von untergeordneter Bedeutung. Ebenfalls deutlich nach oben ging es für Comet. Nach dem Investorentag, handelten die Aktien des  Technologieunternehmen im Plus. Die neuen Mittelfristziele würden eine deutliche Umsatzsteigerung implizieren. Analysten erwarten künftig eine Fokussierung der Gruppe und eine Verbesserung der Abläufe.

Euro ohne klare Richtung

Seit Wochenbeginn findet die Gemeinschaftswährung keine klare Richtung. Am Nachmittag hat der Euro seine zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben. Gegen Abend wurde der Euro zu 1,1068  Dollar gehandelt. Der Franken tendierte dagegen etwas schwächer. Der Euro lag zum Franken bei  1,0981 Franken. Der Dollar legte zum Franken ebenfalls leicht zu auf 0,9921 Franken.

Ölpreise steigen

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 51.62 -2.71%) kostete am Abend 63,30 $. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 46.66 -3.38%)) liegt minim höher als am Vortag bei 57,94 $. Händler haben auf einen Bericht verwiesen, demzufolge die Opec+ Staaten eine Verlängerung ihrer Förderkürzungen bis Mitte 2020 erwägen.

Die Feinunze Gold (Gold 1645.14 0.25%) kostet 1468,73 Dollar. Das ist  weniger als am Vortag.

Wallstreet mit Verlusten 

Die US-Börsen verlieren im Handelsverlauf. Der Dow Jones (Dow Jones 25766.64 -4.42%) Industrial Average, der breitere S&P 500 (SP500 2978.76 -4.42%), sowie der technologielastige Nasdaq handeln mit Abschlägen. Grund dafür ist der Handelskrieg.