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Harry S. Truman: Korea und die Bombe

Der US-Präsident, der Hiroshima und Nagasaki zerstören liess, lehnte im Koreakrieg die nukleare Option ab. 

Am 25. Juni 1950 marschierte die nordkoreanische Armee in Südkorea ein. Die Truppen des kommunistischen Diktators Kim Il-sung – des Grossvaters des heutigen Despoten Kim Jong-un – kamen zügig voran. Die Reste der südkoreanischen Armee und die Amerikaner, die eilends von Japan aus herangeführt wurden, konnten gerade noch einen Brückenkopf im äussersten Süden halten. Im September begann der Gegenstoss, ab Oktober griff von Norden her China dem nunmehr bedrängten Waffenbruder Kim unter die Arme.

Der amerikanische Oberbefehlshaber General Douglas McArthur flirtete damals mit dem Gedanken, massiv Atomwaffen einzusetzen und verlangte die Vollmacht hierfür. Präsident Harry S. Truman bestand jedoch – nach anfänglicher Zweideutigkeit – darauf, dass dies Sache der höchsten politischen Autorität sei. Im April 1951 schasste Truman den legendären Fünfsternegeneral, dessen Eigenmächtigkeiten er satt hatte. Der Präsident nahm es in Kauf, sich damit in der amerikanischen Bevölkerung unbeliebt zu machen.

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