Unternehmen / Ausland

Harte Zeiten für Fintechs

Rekordbewertungen und schnelle IPO-Exits sind vorerst Geschichte. Venturekapitalgeber fordern Profitabilität.

Siegmund Skalar

Viele Start-ups haben in den vergangenen Wochen von ihren Risiko­kapitalgebern Post erhalten. Sie warnen die Unternehmen, sich wegen der wirtschaftlichen Eintrübung auf harte Zeiten einzustellen. Zu der Angst um die makroökonomische Abkühlung kommt, dass die Ära der Niedrigstzinsen vorbei ist. Steigende Zinsen belasten junge Gesellschaften besonders deswegen, weil die Finanzierung angesichts höherer Opportunitätskosten deutlich schwieriger wird.

«Die Ära, in der extremes Wachstum, egal, zu welchen Kosten, belohnt wird, neigt sich dem Ende zu», schreibt der US-Risikokapitalgeber Sequoia in einem an die Gründer gerichteten Dokument. Ähnliche Äusserungen gab es auch von Lightspeed, einem Venturekapitalfonds, der zu den Frühinvestoren von Snapchat zählt, und Ycombinator, einem hochrangigen US-Start-up-Accelerator aus dem Silicon Valley.

Hedgefonds geben weniger aus

Anlässlich der Coronakrise hatte Sequoia bereits im Jahr 2020 ebenfalls die Alarmglocken geläutet, möglicherweise verfrüht. Ohne Grund sind die aktuellen Warnungen aber nicht. Nicht nur, dass die in den vergangenen zwei Jahren allgegenwärtig gewordenen Milliarden-Exits an der Börse seit Jahresbeginn gänzlich auf Eis liegen, mächtige Risiko­kapitalgeber drücken ebenfalls deutlich auf die Bremse.

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