Unternehmen / Industrie

Panalpinas Hauptaktionär verhindert Übernahme

Analyse | Der Frachtlogistiker wird nicht dänisch. Seine Hauptaktionärin, die Ernst-Göhner-Stiftung, bevorzugt die Eigenständigkeit.

Von ihrem Entscheid hing alles ab: Die Ernst-Göhner-Stiftung hält 46% an Panalpina und ist damit deren grösste Aktionärin. Eine Übernahme von Panalpina ohne Einwilligung der Stiftung ist nicht möglich. Dem dänischen Konkurrenten DSV, der Panalpina übernehmen wollte, hat die Stiftung nun diese Einwilligung verweigert. Der sogenannte Panalpina-Ausschuss des Stiftungsrats sei zum Schluss gekommen, dass er das Angebot nicht unterstütze, teilte die Stiftung heute Morgen mit.

Thomas Gutzwiller, Präsident des Panalpina-Ausschusses im Stiftungsrat, sagt im Interview mit «Finanz und Wirtschaft», die Eigenständigkeit sei für «alle Stakeholder, Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter, aber auch für den Werkplatz Schweiz» die bessere Strategie. DSV reagierte auf das Nein der Stiftung mit einer kurzen Mitteilung, gemäss der das dänische Unternehmen die Situation weiterhin «sorgfältig überprüfe».

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Leser-Kommentare

Bruno Sidler 04.02.2019 - 17:12

Die Entscheidung der Ernst Göhner Stiftung verdient größten Respekt! Die langfristige Perspektiven der Panalpina sind durchaus intakt und die vermeintlich attraktive Übernahmeofferte hätte zu einem grossflächigen Stellenabbau bei Panalpina geführt, insbesondere in der Schweiz, ganz zu schweigen vom Ausverkauf eines weiteren globalen Champion mit Schweizer Wurzeln.