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Hauptaktionär von Meier Tobler macht Bezugsangebot

Der Haustechnikanbieter veröffentlicht Details zum vor knapp zwei Wochen angekündigten Angebot. Stichtag ist der 22. Mai.

(AWP) Meier Tobler (WMN 10.5 0.96%) bestätigt am Mittwoch die Eckdaten für das Bezugsangebot des Hauptaktionärs Meier Capital. Demnach teilt der Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär Silvan G.-R. Meier den Aktionären über seine Beteiligungsgesellschaft Meier Capital unentgeltlich Bezugsrechte zu. Alle am Stichtag eingetragenen Aktionäre erhalten für jede Meier-Tobler-Aktie ein Bezugsrecht, wie Meier Tobler am Mittwoch mitteilte. Pro Bezugsrecht kann eine zusätzliche Aktie zu einem Preis von 8.90 Fr. bezogen werden.

Der Stichtag für die Zuteilung der Bezugsrechte ist der 22. Mai, die Bezugsfrist läuft vom 25. Mai bis am 31. August 2020. Die Bezugsrechte können jederzeit bis zum Ende der Bezugsfrist auch nur teilweise ausgeübt werden. Eine Verwässerung findet nicht statt, weil die Anzahl ausstehender Aktien konstant bleibt.

Freefloat könnte sich verdoppeln

Vor rund zwei Wochen kam es bei Meier Tobler zu einer grossen Verschiebung im Aktionariat. Hauptaktionär Silvan Meier übernahm das gesamte Aktienpaket vom bisher zweitgrössten Aktionär, dem britischen Ferguson-Konzern. Den übrigen Aktionären räumte Meier gleichzeitig ein Bezugsrecht zum Erwerb zusätzlicher Aktien ein, da er nicht die ganzen 72,7 Prozent, die er seither direkt und über Meier Capital hält, behalten will. Würden alle Bezugsrechte ausgeübt, stiege der Freefloat von Meier Tobler von derzeit 27,2 auf 54,5%.

«Der Preis für das Aktienpaket war gut», begründete VR-Präsident Silvan Meier damals gegenüber der Nachrichtenagentur AWP den Transfer. «Ausserdem hängt mir die Firma am Herzen.» Er sei schon länger mit Ferguson in Verhandlungen gestanden, nun sei dieses Problem gelöst und ein Klumpenrisiko falle von Meier Tobler ab.

Insgesamt wechselten 28,8% der Anteile von Meier Tobler den Besitzer, zu einem Preis von 8.75 Fr. je Aktie. Am Tag davor schlossen diese bei 12 Fr.. Dass der Abschlag auf das Paket von Ferguson gross war, bestritt Meier nicht. Er sei aber auch nicht «so gross», denn die Verhandlungen hätten sich schon eine Weile hingezogen und der Aktienkurs habe dabei auch schon im Bereich von 10 Fr. gelegen.

Ferguson wollte schon länger weg von Meier Tobler

Ferguson war seit dem Zusammenschluss der Walter Meier AG mit der Tobler Haustechnik AG im April 2017 Grossaktionär der damals neu formierten Meier Tobler. In der Folge wurde ein Aktionärsbindungsvertrag zwischen Silvan Meier und seiner Meier Capital AG und Ferguson, welche damals noch Wolseley hiess, abgeschlossen.

Dass Ferguson die Beteiligung an Meier Tobler abstossen würde, war erwartet worden. Bereits im Januar 2019 hatte sich der britische Konzern von einem 10-Prozent-Paket an Meier Tobler getrennt, nachdem er im Herbst davor die Meier-Tobler Aktien in seinen Büchern abgewertet hatte. Auch damals kaufte Silvan Meier die entsprechenden Aktien. Gleichzeitig wurde damals auch der Aktionärsbindungsvertrag zwischen Meier und Ferguson aufgelöst.

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