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Haushaltsbudget: 1589 Fr. monatlich fürs Sparschwein

Im Jahr 2018 betrug das durchschnittliche verfügbare Einkommen der Privathaushalte in der Schweiz 7069 Fr. pro Monat.

(AWP) 1589 Franken: Diesen Betrag hat 2018 ein Schweizer Durchschnittshaushalt jeden Monat dem Sparschwein verfüttern können. Das sind rund 15% des Bruttoeinkommens.

Das hat das Bundesamt für Statistik (BFS) für das Jahr 2018 errechnet. Haushalte der untersten Einkommensklassen – mit weniger als 5000 Franken Brutto-Einkommen – konnten allerdings nichts zur Seite legen oder verbrauchten mehr Geld als sie einnahmen. Laut BFS sind dies oft Rentner-Haushalte, die von ihren Vermögen leben.

2,16 Personen pro Haushalt

Durchschnittlich bestand 2018 ein Haushalt aus 2,16 Personen. Pro Monat hatte dieser Durchschnittshaushalt 7069 Fr. zur Verfügung. Der Betrag besteht aus den Bruttoeinkommen aller Personen im Haushalt, nach dem Abzug von obligatorischen Ausgaben, etwa für Steuern, Beiträge an AHV und IV und Krankenkassenprämien.

60% aller Haushalte haben allerdings weniger Einkommen zur Verfügung als der Durchschnitt, wie das BFS anmerkt. Grösste Konsumausgabe der Schweizer Haushalte waren 2018 Wohnen und Energie. 14,4% des gesamten Bruttoeinkommens oder rund 1456 Fr. entfielen auf diesen Bereich.

Mehr Geld für Krankenkasse als fürs Essen

Fürs Essen und für alkoholfreie Getränke gab ein Haushalt monatlich 634 Fr. aus, 6,3% des Bruttoeinkommens. 5,8% gingen an die Gastronomie, 1,9% wurden für Kleidung und Schuhe ausgelegt. Auf den Verkehr entfielen 7,4% oder 753 Fr., auf Kulturelles und Erholung 5,4% und für Versicherungen und Gebühren 5,6%.

Insgesamt und im Mitte verdiente ein Schweizer Haushalt im Jahr 2018 10’114 Fr. Ein knappes Drittel davon – 30,1 Prozent- brauchten die Haushalte für obligatorische Ausgaben: 1182 Franken gingen für die Steuern drauf, und 1035 Fr. kosteten die Beiträge an Sozialversicherungen wie AHV und IV.

655 Fr. oder 6,5% des Bruttoeinkommens gingen an die Krankenkassen, für die Grundversicherung. Gemäss den Erhebungen kostete die obligatorische Krankenversicherung 2018 einen Durchschnittshaushalt also leicht mehr als das Essen und Trinken.

Vor allem Arbeitseinkommen

Die Einkommen der Schweizer Haushalte stammten zum grössten Teil aus Arbeitseinkommen – nämlich zu drei Viertel. Etwas mehr als 19% steuerten Renten und Sozialleistungen bei. 4,4% nahmen die Haushalte aus Vermögen oder mit Vermietungen ein.

Für einen grossen Teil der Haushalte spielten Vermögenseinkünfte nur eine untergeordnete Rolle, schrieb das BSF dazu. Nur jeder siebte Haushalt nahm über 5% seines Einkommens mit dem Vermögen ein.

Die Erhebung 2018 basiert laut BSF auf einer Stichprobe von 3364 Haushalten.

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