Unternehmen / Finanz

Helvetia expandiert temperamentvoll

Analyse | Der Versicherer vergrössert mit der Akquisition in Spanien die Einnahmen 15%. Der Preis ist vernünftig. Dennoch muss das Kapital etwa 5% erhöht werden.

Der Versicherer Helvetia erwirbt für knapp 0,9 Mrd. Fr. eine Mehrheitsbeteiligung an der spanischen Caser. Nach Konsolidierung wird das Konzernvolumen, das im ersten Semester 2019 knapp 6 Mrd. Fr. betrug, etwa 15% ausgeweitet. Die Transaktion findet an der Börse gute Resonanz.

Ein Drittel des Erwerbspreises will Helvetia durch Emission neuer Aktien finanzieren. Dazu ist eine Erhöhung des Kapitals um 4 bis 5% nötig, worüber die Aktionärsversammlung vom 24. April beschliessen muss.

Europa ebenso bedeutend wie die Schweiz

Konzernchef Philipp Gmür lobte die Transaktion als Meilenstein: «Der 70%-Kauf von Caser wird von Beginn weg den Konzerngewinn kräftig vergrössern, und zudem sind über die Jahre wesentliche Synergien in Aussicht.» Der spanische Versicherer erzielte 2018 Einnahmen von umgerechnet 1,7 Mrd. Fr. und etwa 90 Mio. Fr. Überschuss. Helvetia erreichte im selben Jahr knapp 9 Mrd. Fr. Geschäftsvolumen und 414 Mio. Fr. Gewinn.

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