Unternehmen / Finanz

Helvetia-CEO: «Kontinuierlich mehr an Aktionäre zahlen»

Philipp Gmür, CEO des Versicherers, erklärt die Folgen der Milliardenakquisition und sagt, die Anteile würden nur marginal verwässert.

Der Versicherungskonzern Helvetia ist in der Schweiz mit Bezug auf Prämienvolumen nach Axa und Swiss Life drittgrösster Anbieter. Das Auslandgeschäft auszubauen, um die Dominanz des Heimmarkts zu mildern, ist ein seit Langem verfolgter Plan. Mit der Grossakquisition in Spanien kann Konzernchef Philipp Gmür einen Erfolg melden.

Herr Gmür, die Helvetia-Gruppe hat in der Auktion des spanischen Versicherers Caser vor zwei Wochen für knapp 1 Mrd. Fr. den Zuschlag erhalten. Was hat Sie bewogen, für den Deal am meisten zu bieten?
Wir haben den Zuschlag nicht bekommen, weil wir am meisten geboten haben, sondern weil wir in den Augen der Verkäufer der ideale Eigentümer zur Weiterentwicklung von Caser sind und den neu minderheitlich zu knapp 30% beteiligten Bankaktionären das beste Zusammenarbeitsmodell unterbreitet haben. Die unternehmerischen Vorstellungen passen gut zusammen. Zur teilweisen Finanzierung wird Helvetia der kommenden Generalversammlung eine Kapitalerhöhung um 4 bis 5% beantragen. Dadurch werden die Anteile der Helvetia-Aktionäre nur marginal verwässert.

«Für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 schütten wir kumuliert mindestens 1 Mrd. Fr. aus.»

Helvetia hätte alternativ für die Finan­zierung des Zukaufs die Dividende einmal ausfallen lassen können.
Unser explizites Versprechen ist, den Aktionären für die Jahre 2016 bis 2020 kumuliert mindestens 1 Mrd. Fr. als Dividenden zu zahlen. Daran halten wir fest, denn Helvetia will bei Börsenanlegern mit einer dauerhaft attraktiven Ausschüttung auffallen. Unser Unternehmen hat in den gut 160 Jahren seit Gründung jedes Jahr Dividende bezahlt, selbst nach Jahren grösster Krisen. Ziel ist, die Ausschüttung bei geschäftlichem Erfolg kontinuierlich weiter zu erhöhen.

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