Unternehmen / Finanz

Herbert Scheidt: «Müssen uns internationalen Gegebenheiten anpassen»

Der oberste Banker sieht den Sonderweg des Schweizer Finanzplatzes erschwert und warnt davor, Banken mit Sicherheitspolstern zu ersticken.

Die Bankiervereinigung hat an ihrer Jahresmedienkonferenz am Dienstag den Banken ein gutes Zeugnis ausgestellt. Gleichzeitig hat Präsident Herbert Scheidt angekündigt, man werde für die Banken Empfehlungen für den Umgang mit drohenden Insolvenzen ihrer Kunden ausarbeiten. Im Interview erklärt der oberste Banker der Schweiz, warum der Schritt wichtig ist, weshalb die regulatorischen Erleichterungen für die Banken beibehalten werden sollen und warum die Zeiten vorbei sind, in denen der Finanzplatz international einen Sonderweg gehen kann.

Herr Scheidt, die Schweizer Banken haben im ersten Halbjahr besser abgeschnitten als erwartet. Sind Sie beruhigt?
Ich bin froh, dass die meisten Banken gute Ergebnisse erzielt haben. Das gibt ihnen die Möglichkeit, sich weiter zu stärken. Unsere Liquiditäts- und Kapitaldecken sind im internationalen Vergleich zwar bereits komfortabel. Der Finanzplatz kann sie nun aber zusätzlich stärken. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?