Unternehmen / Industrie

Hier wird ABB das Skalpell ansetzen

Diese Woche wird CEO Björn Rosengren die nächsten Devestitionen bekanntgeben. Bereiche aus der Industrieautomation bieten sich an.

Bei ABB bleibt kein Stein auf dem anderen. Björn Rosengren, seit März CEO, treibt den Umbau des Technologiekonzerns voran. Sein Auftrag ist es, brachliegendes Wertpotenzial freizusetzen und ABB fit zu trimmen – ein Unterfangen, an dem sich Vorgänger Ulrich Spiesshofer sechs Jahre lang die Zähne ausgebissen hat. Das Konglomerat hat es bisher nicht geschafft, beständig zu wachsen. Der Aktienkurs hat sich nicht über 25 Fr. halten können. Die ABB-Aktien wurden abgehängt. 

Am 19. November wird Rosengren an seinem ersten Investorentag darlegen, wie er ABB schlanker machen will und welche Unternehmensteile als Nächstes veräussert werden sollen – so die Erwartung. Sein Erfolgsrezept ist bekannt. Der Schwede setzt auf radikale Dezentralisierung und Portfoliobereinigung. Einiges wurde schon vor seiner Zeit aufgegleist. So die Abspaltung der grossen, wenig profitablen Stromnetzsparte. Sie wurde Mitte Jahr abgeschlossen. Der Verkaufserlös von 7,6 bis 7,8 Mrd. $ kommt den Aktionären in Form eines Aktienrückkaufs zugute. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Aloys K. Osterwalder 16.11.2020 - 09:29

Portfoliobereinigung und Konzentration auf wachstums- und
gewinnträchtige Bereiche klingen gut. Statt Aktienrückkäufe
aus dem Verkauf der Stromnetzsparte zu tätigen, würden die
Aktionäre wohl eine Spezialdividende und die Stärkung des
Eigenkapitals bevorzugen.