Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier US-Wahlen 2016
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Hillarys «treuer» Helfer

Seit Bill Clintons Amtszeit hat sich in der Demokratischen Partei viel verändert. Dennoch ist der Ex-Präsident bis heute populär.

Bislang hat sich Bill Clinton weitgehend im Hintergrund gehalten. Mit seiner Rede am demokratischen Parteikonvent in Philadelphia ist er nun aber erstmals richtig ins Rampenlicht getreten. Noch steht offen, was er für eine Funktion übernehmen wird, wenn Hillary das Rennen ums Weisse Haus gewinnt. Da in den USA noch nie eine Frau ins oberste Staatsamt gewählt wurde, wäre auch seine Rolle als First Gentleman ein Novum in der amerikanischen Politik.

Dass Bill Clinton im Wahlkampf bisher wenig zu sehen war, macht deutlich, wie stark sich die politische Landschaft verändert hat. Seit seiner Präsidentschaft haben Minderheiten im demokratischen Lager erheblich an Einfluss gewonnen. Die weissen Wähler aus der Arbeiterklasse, die lange zu den loyalsten Anhängern der Demokraten zählten, tendieren hingegen immer mehr zu den Republikanern. Das Bildungsniveau in der Partei ist gestiegen, während der Glaube an die freie Marktwirtschaft und die Bereitschaft zu Kompromissen abgenommen haben. 1994, im zweiten Jahr der ersten Amtszeit Clintons, bezeichneten sich rund 30% der Demokraten als progressiv. Heute ist der Anteil fast doppelt so hoch, wie eine Studie der Denkfabrik Pew ­Research Center zeigt.

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