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Unternehmen / Ausland

HNA will an Deutsche-Bank-Beteiligung festhalten

Der chinesische Mischkonzern habe kein Interesse am Verkauf seiner Deutsche-Bank-Aktien. So lässt es HNA-Vertreter Alexander Schütz im «Handelsblatt» verlauten.

(Reuters) Der chinesische Mischkonzern HNA will langfristig Grossaktionär der Deutschen Bank bleiben. «Die Deutsche Bank (DBK 15.144 -0.55%) ist ein Kerninvestment für HNA, die Beteiligung hat einen hohen Prestige-Faktor», sagte der Vertreter von HNA im Verwaltungsrat, Alexander Schütz, dem «Handelsblatt» in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Schütz verwies auf eine neue Finanzierungsstruktur, bei der sich HNA mit Derivaten gegen Kursverluste der Deutschen-Bank-Aktie abgesichert hatte. Diese Geschäfte haben eine Laufzeit von drei Jahren. «Das zeigt, dass HNA langfristig orientiert ist und kein Interesse an einem Verkauf hat», betonte Schütz.

HNA ist hoch verschuldet und auch wegen seiner undurchsichtigen Eigentümerstruktur ins Visier der Behörden geraten. In den vergangenen Monaten hatte HNA mit Geldbeschaffungsmassnahmen für Aufsehen gesorgt. Dies befeuerte Spekulationen, dass HNA auch seinen Deutsche-Bank-Anteil versilbern könnte.

Schütz ist Gründer und Vorstandsmitglied des österreichischen Vermögensverwalters C-Quadrat. HNA ist über C-Quadrat an der Deutschen Bank mit 9,9% beteiligt. Mit dem Engagement bei den Frankfurtern zeigte sich Schütz zufrieden. «Wir glauben an den Erfolg der Deutschen Bank», sagte er. Der Abbau der Altlasten und Rechtsstreitigkeiten sei vordringlich gewesen und das habe gut funktioniert. «Der nächste Schritt wird sein, das Geschäftsmodell anzupassen und wieder Geld zu verdienen. Der Fuss muss nun wieder von der Bremse, damit die Bank nach vorne kommt.»