Unternehmen / Konsum

Hochdorf kämpft ums Überleben

Analyse | Der Milchverarbeiter rutscht wie erwartet tief in die roten Zahlen. Die Finanzierung ist kritisch.

Die Lage bei Hochdorf spitzt sich weiter zu: Unter dem Strich resultierte im ersten Halbjahr 2019 ein Verlust von mehr als 60 Mio. Fr. – das ist trotz der Gewinnwarnung Anfang Juli noch unerwartet schwach. Der hohe Mittelabfluss stellt den Milchverarbeiter vor grosse finanzielle Probleme. Deshalb bestünden «erhebliche Zweifel am Fortbestand der Gesellschaft», schreibt das Unternehmen im Halbjahresbericht.

Es ist ein Drama mit Ansage. Der im April grösstenteils neu gewählte Verwaltungsrat unter Bernhard Merki hatte bereits im Vorfeld kommuniziert, dass es schlecht steht um das Luzerner Unternehmen. Im Zuge dessen will Hochdorf die Mehrheit ihrer Tochtergesellschaften verkaufen und sich künftig auf das wachstumsstarke Geschäft mit Säuglingsmilchpulver konzentrieren. Doch die Überarbeitung der Strategie könnte angesichts der Situation zu spät kommen, wie die jüngsten Zahlen unterstreichen.

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Leser-Kommentare

Tobias Schait 21.08.2019 - 10:42
Ein interessanter Artikel, gut geschrieben, der aber sehr einseitig ist. Das Kerngeschäft von Hochdorf, Babymilchpulver in der Schweiz und Europa, ist sowohl wachsend als auch profitabel. Nur durch die aufgeblähten Umsätze von Pharmalys (Afrika, Asien) war die Gruppe im Segment Diary Ingridients nicht mehr rentabel. Die Wertberichtigungen sind keine Mittelabflüsse und cashunwirksam. Falls Pharmalys wieder veräussert werden kann, steht Hochdorf… Weiterlesen »