Märkte / Makro

Hoffen auf die Inflationsspitze

Die Teuerung in den USA ist auf Vierzigjahreshoch. Ob sie bald sinkt, hängt von einigen Variablen ab. Wenn sie es nicht tut, könnte es für den Aktienmarkt sehr ungemütlich werden.

Die Inflation in den USA ist im Dezember wie erwartet im Vorjahresvergleich auf 7% gestiegen. Bereits im November legte die Teuerung laut dem Statistikamt mit 6,8% ein Tempo an den Tag, das zuletzt 1982 erreicht wurde. Verbraucher spüren das besonders bei den Preisen für Heizöl (+41%) und Benzin (+49,6%), Autos (+11,8%) und Gebrauchtwagen (+37,3%) sowie Nahrungsmitteln (+6,3%).

Der US-Aktienmarkt reagierte am Mittwoch zuerst unbeeindruckt, handelte am Donnerstag dann aber mit Verlusten. Der marktbreite Index S&P 500 hat nach einem hervorragenden 2021, in dem er über ein Viertel an Wert zugelegt hat, seit Beginn des neuen Jahres rund 3% verloren. Der technologielastige Nasdaq Composite hat gar rund 6% abgegeben.

Was die Preise treibt

Auf dem Aktienmarkt lastet die Erwartung einer strafferen Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed, die die Institution angesichts der Inflation auf Vierzigjahreshoch angekündigt hat. Fed-Chef Jerome Powell hatte am Dienstag vor dem US-Parlament eine Anhörung zu seiner zweiten Amtszeit, Vize-Kandidatin Lael Brainard folgte am Donnerstag.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare