Im vergangenen November erhörte die Welt die frohe Botschaft: Der Impfstoff gegen das Coronavirus ist da. Unterdessen laufen die Bestellungen heiss. Die Übersicht über den Gesamtmarkt (der nicht restlos transparent ist) veraltet schier täglich; die vorliegenden Angaben sind daher nicht ganz aktuell und völlig umfassend – es gibt exaktere Wissenschaften. Dennoch geben sie zumindest einen Eindruck der Grössenordnungen. So zeigt sich, dass die EU en bloc knapp 2 Mrd. Dosen geordert hat, für gegen 450 Mio. Einwohner. Nahezu gleichauf liegt Covax; das ist eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO initiierte Gruppierung, der fast alle Staaten (inkl. Schweiz) angehören; via Covax werden im grossen Stil Covid-Impfmittel für ärmere Leute und ärmere Länder gemeinsam eingekauft. Darauf folgt das wesentlich weniger wohlhabende Indien, das 1,5 Mrd. Einheiten für eine Population von fast 1,4 Mrd. beschafft. Die USA (Bevölkerung 330 Mio.) schlagen mit gut 1 Mrd. Dosen zu Buche. Das Vereinigte Königreich beschafft übrigens auch Dosen für andere Länder. Und die Schweiz? Bestellt bis dato 15,8 Mio. Dosen auf 8,6 Mio. Einwohner. Der «Roll-out» der Impfstoffe hat zäh begonnen, nimmt nun aber allmählich Fahrt auf; die Lieferketten dürften in den nächsten Wochen und Monaten leistungsfähiger werden. Nun kommt es überall darauf an, die eintreffenden Impfstoffe zügig zu verabreichen.