Das Schweizer Gesundheitswesen gilt qualitativ weltweit als eines der besten. Allerdings hat Qualität auch hier ihren Preis: Nach demjenigen der USA ist das hiesige Gesundheitssystem auch das teuerste. Gemessen am Bruttoinlandprodukt erreichen die Gesundheitskosten in der Schweiz 12,2%, in den USA sind es gar 16,9%. Erstaunlich ist allerdings, dass die Ärztedichte in den zwei Ländern weit auseinanderklafft. Während in der Schweiz auf tausend Einwohner 4,3 Ärzte ­aktiv sind, waren es in den USA 2018 (neuere internationale Vergleichszahlen liegen nicht vor) nur 2,6. Die Schweiz liegt mit ihrem Wert innerhalb der OECD in der Spitzengruppe. Die höchste Ärztedichte weist Griechenland mit 6,1 auf. Die Schweiz liegt gleichauf mit Deutschland und Schweden sowie deutlich über dem OECD-Schnitt von 3,5. In der Schweiz waren 2019 insgesamt 37’882 Ärzte aktiv, gut die Hälfte davon (52%) in eigener Praxis. In den Spitälern waren 46,5% der Ärzte tätig, 1,5% in anderen Sektoren. Es ist nicht überraschend, dass eine grosse Zahl von Ärzten in den Kantonen mit Universitätsspitälern aktiv ist. Mit grossem Abstand an der Spitze liegt der Kanton Zürich mit über achttausend Ärzten, vor Bern mit fast fünftausend. Auf die fünf Kantone mit Universitätsspitälern entfallen über 58% aller in der Schweiz aktiven Ärzte. Zählt man den mit Basel-Stadt eng verflochtenen Kanton Basel-Land noch hinzu, steigt der Anteil gar auf über 60%.