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Man hört es immer wieder: Die Sonne liefert genug Energie für alle, und vor allem schickt sie keine Rechnungen. Das Problem dabei ist allerdings, dass die Energie der Sonne oft genau dann fehlt, wenn sie gebraucht wird – und so ganz gratis ist das Ganze auch nicht. Der Erzeugung von Strom aus Solaranlagen machte 2016 rund 2% des gesamten schweizerischem Stromverbrauchs aus. Das ist jedoch sogenannter Flatterstrom, der unregelmässig und nicht planbar anfällt. Und da Strom bis heute – daran ändert sich vorerst nichts – nicht in grossem Stil gespeichert werden kann, fehlt dieser Strom in der Nacht, in Schlechtwetterphasen und im Winter. Dann ist die Schweiz auf Stromimporte angewiesen. Eine Ganglinien-Analyse auf Stundenbasis für den Januar 2017 zeigt das Ausmass. Im nebelverhangenen und kalten Monat konnten lediglich 0,3% des Landesverbrauchs durch Solarstrom gedeckt werden. Am sonnenärmsten Tag des Monats waren es gar nur 0,02%. Über den ganzen Januar gerechnet, musste die Schweiz rund ein Drittel des Strombedarfs importieren, vor allem aus deutschen Gas- und Kohlekraftwerken. Das zeigt klar: Die stabile Bandenergie aus konventionellen Kraftwerken kann nicht in grossem Stil mit Flatterstrom aus Solar- oder Windanlagen ersetzt werden. Als Alternative bzw. Ergänzung bieten sich längerfristig, ohne die Kernkraft, Gaskraftwerke im Inland oder Importe an.