Unternehmen / Industrie

Russland wird zu Sulzers Abgrund

Analyse | Der Industriekonzern erfüllt die Markterwartungen, doch Sonderkosten wegen des Russlandausstiegs führen zum Halbjahresverlust.

Der Maschinenbauer Sulzer legt für das erste Halbjahr 2022 ein Zahlenset ohne grosse Überraschungen vor. Da die Markterwartungen mehrheitlich erfüllt werden, reagierten die Aktien mit einem leichten Plus unauffällig. Sulzer konnte, wie viele andere Industrieunternehmen auch, eine weiterhin ungebrochene Nachfrage und deshalb einen deutlich steigenden Auftragseingang verbuchen. Die drei Sparten entwickelten sich hierbei allesamt positiv. 

CEO Frédéric Lalanne sprach an einer Telefonkonferenz für Analysten am Freitag von einem mit 1,9 Mrd. Fr. historisch hohen Auftragsbestand, den Sulzer mittlerweile aufgebaut habe. Die Dynamik der Neuaufträge reflektierte sich im Umsatzwachstum jedoch nicht. Belastend war die Lage vor allem bei Flow Equipment, der früheren Pumpensparte, wo man aus dem Energiegeschäft nur einen niedrigen Auftragsbestand vom Jahresanfang abzuarbeiten hatte.

Sondereffekt verursacht Verlust

Die operationelle Profitabilität, bei der Sulzer einige Faktoren aus der Erfolgsrechnung eliminiert, entwickelte sich ansprechend und konnte leicht gesteigert werden. Sie wurde, wie CFO Thomas Zickler ausführte, vor allem von der guten Entwicklung in den Sparten Chemtech und Services getrieben.

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