Unternehmen / Industrie

Holcim-CEO: «Der CO2-Ausstoss hat Druck erzeugt»

Jan Jenisch, CEO des Zementkonzerns, besitzt nur Aktien von Holcim. Er setzt auf Nachhaltigkeit, auch um den Kurs der Titel anzukurbeln.

Der CEO von Holcim will dem Zementkonzern eine neue Identität geben und das Unternehmen zum globalen Anführer für innovatives und nachhaltiges Bauen umfunktionieren. In Venedig hat der 54-Jährige vergangene Woche eine Brücke eingeweiht, die exemplarisch für diese Strategie steht.

Herr Jenisch, Sie stellen eine Brücke vor, die rezyklierbar ist. Die Rialto-Brücke in Venedig wurde vor knapp 500 Jahren gebaut – für die Ewigkeit. Sie steht heute noch. Wie lange soll denn die Striatus-Brücke stehen?
Diese Brücke ist ein Leuchtturmprojekt. Das Spezielle daran: Ihre Module wurden mit einem 3-D-Drucker für Beton gebaut. Das modulare Bauen nimmt zu. Trep­penhäuser in der Schweiz werden in der Regel in der Fabrik aus Beton gefertigt und nicht an der Baustelle. Da kann der 3-D-Druck unheimlich helfen, weil es keine Formen mehr braucht. Mit der ­rasanten Geschwindigkeit, mit der er arbeitet, kann man viel bewegen. Ich hoffe, dass das System zum Bestandteil des ­Bauens in der Zukunft wird. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Markus Fischer 20.07.2021 - 12:19
Gutes Interview, Holcim hat unter CEO Jenisch mE große operative Fortschritte erzielt, die sich bis jetzt noch gar nicht im Aktienkurs reflektieren. Darum erachte ich das aktuelle Kursniveau auch als eine Kaufgelegenheit, denn ein CEO mit einem solchen Commitment „Holcim ist mein Leben“ und dazu es auch vorlebt, indem er persönlich nur in die Holcim Aktie investiert ist, überzeugt mich… Weiterlesen »