Unternehmen / Industrie

Holcim erneut besser als erwartet

Analyse | Das akquirierte Dachgeschäft trägt bereits 16% zum Betriebsgewinn bei. Die Aktien bleiben kaufenswert.

Der Bauzulieferer Holcim startet viel besser ins 2022 als erwartet. Der Umsatz steigt im ersten Quartal 20,1% auf 6,4 Mrd. Fr., der wiederkehrende Ebit nimmt 16,3% auf 614 Mio. Fr. zu. Erwartet worden waren ein Umsatzzuwachs von etwa 13 bis 14% und ein rückläufiger Ebit, denn im Vorjahr war dieser stark gestiegen, und seither hat der Kostendruck erheblich zugenommen.

Doch Holcim hat sich trotz Inflation gut geschlagen. Selbst ohne die Akquisitionen – vor allem die beiden amerikanischen Bedachungsspezialisten Firestone und Malarkey, die Ende März 2021 resp. Ende Februar 2022 in die Rechnung von Holcim aufgenommen wurden – nahm der Umsatz 11,4% zu und der bereinigte Ebit 2,1%. Das zügige organische Wachstum half, den Kostendruck in Schach zu halten.

Prognose erhöht

Der gute Jahresauftakt veranlasst Holcim, die Jahresprognose zu erhöhen. Statt 6% wird neu ein Umsatzzuwachs von 8% erwartet, in Franken gar 10%. Zum guten Abschneiden des ersten Quartals hat vor allem das Dachgeschäft beigetragen. Das Segment erwirtschaftet eine Ebit-Marge von 17%, deutlich mehr als die gesamte Gruppe, die auf 9,5% kommt. Firestone und Malarkey trugen allein 100 Mio. Fr. zum Ebit bei. Holcim-CEO Jan Jenisch führt das auf die starke Baukonjunktur in den USA zurück. Dabei ist das erste Quartal saisonbedingt jeweils das schwächste des Jahres.

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Leser-Kommentare

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Martin Anderegg 22.04.2022 - 15:46

Als Ergänzung zur Dividende sollte noch angeführt werden, dass für Privatanleger keine Verrechnungssteuer fällig wird.