Unternehmen / Industrie

Holcim nach Beteiligungsreduktion im Angebot

Zwei ehemalige Lafarge-Ankeraktionäre senken ihren Anteil am Zementkonzern. Die Aktien des Konzerns können nicht mit dem starken Markt mithalten.

(AWP) Die Aktien des Zementkonzerns Holcim (HOLN 55.74 +0.98%) geben ihre frühen Kursgewinne am Dienstagnachmittag vollumfänglich preis. Für Gesprächsstoff sorgt die erneute Beteiligungsreduktion durch die Aktionärsgruppe bestehend aus den beiden ehemaligen Lafarge-Ankeraktionären Albert Frère und Paul Desmarais. Gemeinsam halten sie beim Weltmarktführer neuerdings weniger als 3% der Stimmen.

Händler verweisen auf eine Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse SIX, wonach die ehemaligen Lafarge-Ankeraktionäre mittlerweile weniger als 3% der Stimmen halten. Zum Zeitpunkt der letzten Meldung vor wenigen Wochen waren es noch 4,95%. In der Spitze hielten Frère und Desmarais sogar fast 10% am aus der Fusion zwischen Lafarge und Holcim entstandenen Zementkonzern.

Wie es weiter heisst, scheint es die Aktionärsgruppe eilig zu haben, sich aus ihrem Holcim-Engagement zurückzuziehen. In diesem Zusammenhang wird auf den Umstand verwiesen, dass sich Frère und Desmarais schon im Oktober letzten Jahres von einem grösseren Aktienpaket getrennt haben. Es sei sogar möglich, dass die Aktionärsgruppe mittlerweile ganz ausgestiegen ist oder unmittelbar davor stehe, so Händler.

Bei den Aktien von Holcim errechnet sich seit Jahresbeginn zwar noch immer ein Plus von gut 12%. Andere grosse Schweizer Bauzulieferaktien wie Sika (SIKA 296.40 +0.75%) oder Geberit (GEBN 683.60 +1.06%) schneiden allerdings noch besser ab. Beobachter sagen den Valoren von Holcim deshalb nach dem Ausstieg des Grossaktionärs einen gewissen Nachholbedarf nach.

Leser-Kommentare

Peter W. Ulli 08.06.2021 - 15:18

Haben die ehemaligen Lafarge Ankeraktionäre eventuell Angst , dass im Fall Syrien oder andern ex. Lafarge Ländern noch mehr ” Leichen im Keller ” gefunden werden ?