Unternehmen / Industrie

Holcim zwischen Hoffen und Leiden

Analyse | Auf der einen Seite ein Rekord im Quartalsergebnis, auf der anderen Seite unberechenbare Altlasten: Gefragt ist Geduld.

Und wieder präsentiert Holcim-CEO Jan Jenisch ein gutes Ergebnis. Trotzdem gehören die Aktien des Zementkonzerns mit einem Minus von 6,7% seit Jahresbeginn zu den schwächsten Titeln im SMI in diesem Jahr.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal 13%. Dies ist zum grossen Teil auf die Übernahme von Firestone Building Products im April zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Umsatz um 5%. Der wiederkehrende Ebit kletterte 6%. Die Ebit-Marge sank allerdings wegen des starken Umsatzwachstums von 22,4 auf 21,1%.

Weiter akquirieren

Der Konzern konnte mit Preisanpassungen die gestiegenen Energiepreise mehr als kompensieren. Das ist ein gutes Zeichen. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht Jenisch deshalb die Prognose. Neu soll der wiederkehrende Ebit bei mindestens 22% liegen. Bisher rechnete Jenisch mit 18%.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.
Markus Fischer 29.10.2021 - 08:24
Wiederum ein hervorragender Abschluss von Holcim. Der auch von Ihnen kritisierte „Nachhaltigkeits-Wind“, der Holcim entgegenbläst ist brutal. Persönlich finde ich es naiv, wenn viele Institutionelle Investoren den Titel nicht im Portfolio haben, nur um den CO2-Fussabdruck auf dem Papier zu vermindern, denn jedem ist bewusst, dass es aktuell kein brauchbares Substitut für Zement gibt. Persönlich bin ich überzeugt, dass der… Weiterlesen »
Thomas Erb Erb 29.10.2021 - 10:26
Im Kommentar von Gret Heer wird zwar die gute operative Leistung von Holcim in diesem Jahr anerkannt, allerdings ist die Bewertung der „Negativfaktoren“ übertrieben. Die Altlasten von Lafarge (2012-2014!) werden in absehbarer Zeit erledigt sein (von Holcim finanziell problemlos zu stemmen) und in Sachen CO2 Neutralität ist man schon seit mehreren Jahren daran, den Ausstoss zu reduzieren und CO2 günstige… Weiterlesen »
Mark Balog 29.10.2021 - 17:05
Ich kann Ihrem Kommentar nur zustimmen. Als kleine Ergänzung: Wie von Jan Jenisch erwähnt steht Holcim bereits heute in Sachen CO2 besser da als die Konkurrenz. Dies ist nicht nur aus ESG Sicht ein Vorteil, sondern kann bei einem allfälligen CO2 Preiszuschlag pro Tonne Zement/Beton (welcher in der EU diskutiert wird) auch zu einem Preisvorteil gegenüberen den Konkurrenten auf dem… Weiterlesen »
Martin Merz 29.10.2021 - 15:49

Die Qualität von diesem Artikel ist etwa so gut wie das KGV von 11 für 2022!

Markus Fischer 29.10.2021 - 21:58
Kritischer Journalismus ist ok, die Bemerkung in dieser Analyse bezüglich der Wertschöpfungskette, dass dann Jenisch und sein Management 2050 nicht mehr am Ruder sind und deshalb nicht zur Verantwortung gezogen werden können, wenn diese Ziele nicht erreicht werden ist genau so logisch wie dass Sie Frau Heer, im Jahre 2050, auch keine Analyse mehr über Holcim für die F &… Weiterlesen »
Peter Gruner 30.10.2021 - 14:53
CEO Jenisch leistet weiterhin hervorragende Arbeit und macht strategisch in meinen Augen alles richtig. Für die Altlasten seiner Vorgänger kann er nicht verantwortlich gemacht werden. Die CO2 – Hysterie ist nicht nur absurd, sondern vor allem auch scheinheilig. Holcim ist im Bereich Nachhaltigkeit Branchenleader. Durch die eingeleitete Diversifikation in Sektoren mit höherer Marge und stärkerem Wachstum (Firestone) verdient die Firma… Weiterlesen »