Unternehmen / Industrie

Holcim macht Ernst mit dem Konzernumbau

Analyse | Der Konzern verkauft das attraktive indische Zementgeschäft, um Geld für Zukäufe ausserhalb des Zementsektors zu haben.

Holcim-CEO Jan Jenisch will weniger Zement, dafür mehr «anderes». Zu diesem «anderen» zählen Geschäfte wie der Bauchemieanbieter Izolbet oder die Dachmaterialienhersteller Malarkey und Firestone, die Holcim kürzlich übernommen hat. Die Nicht-Zement-Geschäfte fasst Holcim im Segment Solutions & Products zusammen. Und dieses soll bis 2025 30% zum Umsatz beitragen, so der Plan.

Die Portfoliotransformation, wie Holcim den Konzernumbau nennt, soll das Unternehmen attraktiver machen für Investoren. Die neuen Geschäftssegmente haben zwei Vorteile: Sie sind weniger kapitalintensiv, erwirtschaften also mehr Aktionärswert, und sie stossen weniger CO2 aus. Die schlechte Umweltbilanz lastet auf den Aktienkursen des gesamten Zementsektors.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Markus Fischer 16.05.2022 - 20:12
Guter Artikel, bin schon lange der Meinung dass Holcim deutlich unterbewertet sind wie viele Analysten auch. Der Erlös aus dem Verkauf von 6.4 Mrd. der nur 13 % des Umsatzes im Betonbereich ausmacht bei einer aktuellen Börsenkap. von 29 Mrd. zeigt dies deutlich auf. Richtig, es ist ein Geduldsspiel, versüsst mit einer schönen steuerfreien Dividendenrendite von 4.7%, die noch steigerungsfähig… Weiterlesen »