Unternehmen / Industrie

Hongkong beunruhigt die Uhrenindustrie

Der Gegenwind für Swatch Group und Richemont nimmt zu. Neben den Protesten im wichtigsten Absatzmarkt macht der starke Franken zu schaffen.

Die Strassen von Hongkong sind wieder einmal ein unruhiges Pflaster. Seit Wochen halten die Demonstrationen in der chinesischen Sonderverwaltungszone an. Die Einwohner wehren sich gegen eine Gesetzesvorlage, die die Auslieferung in das von der Kommunistischen Partei regierte Festland Chinas ermöglichen würde. Ein Ende der Proteste ist derzeit nicht in Sicht.

Das sind – abgesehen von der politischen Dimension – keine guten Nachrichten für die Schweizer Uhrenindustrie. Immerhin ist Hongkong seit Jahren der wichtigste Absatzmarkt für die teuren Swiss-made-Zeitmesser. Letztes Jahr erzielte die Branche dort jeden siebten Umsatzfranken. Unter den kotierten Gesellschaften ist Swatch Group am stärksten von Hongkong abhängig. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) schätzt den Umsatzanteil auf 12%. Richemont weist in seinen Geschäftszahlen einen Anteil Hongkongs von 11% am Gesamtumsatz aus.

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