Märkte / Makro

Hongkong leidet doppelt

Die Metropole spürt den Handelskrieg und ist wegen der Währungsanbindung steigenden US-Zinsen ausgesetzt. Das birgt Risiken für den Immobilienmarkt.

Hongkongs weltoffene Volkswirtschaft bleibt eine der wichtigsten Brücken zwischen China und dem Rest der Welt. Gerade deshalb droht die wirtschaftlich autonome chinesische Sonderverwaltungsregion zwischen die Fronten zu geraten. So wird der Hongkong-Dollar durch die steigenden US-Zinsen einem Stresstest unterzogen. Vor allem droht die ehemalige britische Kolonie im eskalierenden amerikanisch-chinesischen Handelskrieg zerrieben zu werden.

Die Ökonomen von ING gehen davon aus, dass ein Drittel der Hongkonger Volkswirtschaft direkt und indirekt von den von beiden Streitparteien verhängten Sanktionen getroffen werden könnte. So zum Beispiel die Logistikindustrie, die stark von den in die USA gehenden chinesischen Exporten und von Importen in die andere Richtung abhängig ist. Das zeigt sich nicht nur daran, dass Hongkong vor allem dank seiner Nähe zu China den grössten Frachtflughafen der Welt hat.

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