Unternehmen / Konsum

Hongkong-Proteste belasten Swatch Group

Auf die Unruhen in der asiatischen Metropole reagiert die Uhrenherstellerin mit der Schliessung einzelner Geschäfte.

(AWP) Die Uhrenherstellerin Swatch Group (UHR 231.2 -5.56%) reagiert offenbar mit der Schliessung einzelner Filialen in Hongkong auf die anhaltenden Unruhen in der Sonderverwaltungsregion. Wie der «Tagesanzeiger» in seiner Ausgabe vom Samstag berichtete, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens dem Blatt entsprechende Massnahmen.

So würden einige Läden in Hongkong aus Sicherheitsgründen früher geschlossen, der Betrieb teilweise eingestellt oder sie würden gar den ganzen Tag geschlossen gelassen.

Da Hongkong der grösste Uhrenmarkt der Welt ist, fällt eine solche Entscheidung ins Gewicht. Laut «Tagesanzeiger» ist die Gruppe mit Marken wie Swatch, Omega und Breguet ist in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit etwa 100 Boutiquen vertreten.

Konkrete Angaben zu den Folgen für den Geschäftsgang im wichtigen zweiten Halbjahr mit dem Weihnachtsgeschäft machte der börsenkotierte Uhrenkonzern gegenüber dem Blatt nicht. Der Sprecher sagte einzig: «Natürlich ist die Gruppe betroffen, und zwar signifikant.»

Das Ausmass wird man erst mit bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2019 sehen. Bereits im ersten Halbjahr hatte Swatch Group einen Umsatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich in Hongkong verbucht.