Märkte / Emerging Markets

Hongkongs Banken geraten zwischen Hammer und Amboss

Der Finanzplatz ist gefangen in den eskalierenden amerikanisch-chinesischen Streitigkeiten. Der Börsenbetreiber HKEX scheint aber zu profitieren.

Die amerikanisch-chinesische Rivalität setzt den Finanzplatz Hongkong mehr und mehr unter Druck. Das haben bisher vor allem global aktive Geldhäuser zu spüren bekommen, allen voran HSBC. Ende vergangener Woche liess die der Kommunistischen Partei gehörende Zeitung «Global Times» wissen, HSBC werde auf einer offiziellen Liste von «unzuverlässigen Elementen» landen und habe mit einschneidenden Sanktionen der chinesischen Regierung zu rechnen.

Peking trägt HSBC vor allem nach, dass die Bank mit der US-Justiz zusammengearbeitet hat. Dabei ging es darum, dass der chinesische Telecomausrüster Huawei Wirtschaftssanktionen gegen den Iran umgangen haben soll. Washington wiederum hat HSBC dafür kritisiert, Bankkonten lokaler Demokratieaktivisten geschlossen zu haben. Über das Wochenende berichtete dann ein internationales Netzwerk von Enthüllungsjournalisten mit Verweis auf aus dem US-Finanzministerium stammende Daten, dass die britisch-asiatische Bank Beihilfe zur Geldwäsche geleistet habe. Das setzte Anfang Woche in Hongkong gehandelte Titel lokaler Banken unter Abgabedruck. Die HSBC-Titel verloren am Montag und Dienstag über 7% und liegen auf dem tiefsten Stand seit der Finanzkrise vor dreizehn Jahren. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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