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Hot Corner: Aperol lässt Campari sprudeln

Italienische Innovationskraft überzeugt. Gerade im Mixgetränk Aperol Spritz steckt noch viel Potenzial.

Monica Hegglin

Es mag seltsam erscheinen, dass in Zeiten von Hafermilch und Bio-Nahrung ein leuchtend orangefarbenes Getränk, dessen genaue Inhaltsstoffe geheim sind, reissenden Absatz findet. Die Rede ist von Aperol. Das norditalienische herb-süsse Aperitivgetränk ist der Bestseller der Mailänder Campari-Gruppe.

Campari ist typisch italienisch. Das Unternehmen ist zwar seit zwanzig Jahren an der Mailänder Börse kotiert, befindet sich aber in Familienhand. Das Sagen hat die Eigentümerfamilie Garavoglia. Operativer Leiter ist seit über zehn Jahren der Österreicher Bob Kunze-Concewitz. Er hat aus Campari einen internationalen Getränke- und Spirituosenhersteller gemacht, der weltweit 3700 Personen beschäftigt und über zwanzig Produktionsstätten betreibt.

Aktien stiegen 40%

Campari (Borsa Italiana: CPR, 13 €, Marktkapitalisierung 15,1 Mrd. €) hat dieses Jahr viel Schwung entwickelt. Der Umsatz dürfte um gegen 20% auf 2,1 Mrd. € zulegen, die Nettomarge beträgt fast 15%. Die Aktien stiegen im Jahresverlauf um 40%. Ganz so grosse Sprünge sind nicht mehr zu erwarten. Die Aktien sind teuer mit einem Kursgewinnverhältnis 2022 von 40. Dennoch haben die Analysten von JP Morgan Cazenove in einer ausführlichen Studie soeben ihre Kaufempfehlung bestätigt mit einem Kursziel von 14 €. Nächste Woche publiziert Campari die Quartalszahlen.

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