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Hot Corner: Dank Tiefkühlfisch im Krisenhoch

Die britische Nomad Foods hat in Europa durch Zukäufe ein Tiefkühlimperium aufgebaut. Das zahlt sich in Zeiten der Pandemie aus.

Stefan Krähenbühl

«Er kommt von weitem übers Meer und bringt uns unseren Fisch hierher.» Die Rede ist von Käpt’n Iglo. Seit Generationen macht der weissbärtige Seebär Kindern in Europa mit eingängigen Werbespots Fischstäbchen schmackhaft. Und Tiefkühlkost zum Millionengeschäft. In Deutschland steigerte Iglo 2019 den Umsatz 10,2% auf 541,8 Mio. € – weit mehr als der deutsche Tiefkühlmarkt mit 1,9%. Nun verleiht die Coronapandemie zusätzlich Schub. Im ersten Halbjahr sind die Verkäufe durch die Decke gegangen.

Das freut neben Käpt’n Iglo auch die Aktionäre von Nomad Foods (NYSE: NOMD, 22.61 $, Börsenwert: 4,5 Mrd. $). Der auf europäische Tiefkühlmarken ­spezialisierte Konzern hat den Fisch­stäbchen- und Spinatverkäufer Iglo 2015 übernommen. Im selben Jahr kaufte er einen Grossteil von Findus und vereinte die beiden ehemaligen Nestlé-Marken wieder unter einem Dach. Am Montag ist nun bekannt geworden, dass Nomad Foods mit dem Kauf von Findus Schweiz für rund 110 Mio. € auch den hiesigen Marktführer ins Portfolio aufnimmt. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?