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Hot Corner: Delticom sind nicht ausgereizt

Im Reifenhandel ist der Anteil des Onlinehandels noch tief. Das eröffnet dem deutschen E-Commerce-Anbieter Wachstumschancen.

Adrian Blum

Nichts für schwache Nerven sind die Aktien von Delticom. Vor knapp zehn Jahren erlebten die 2006 an der deutschen Börse emittierten Titel Rekordnotierungen nahe 80 €, dann folgte die Talfahrt auf weniger als 3 € zu Beginn der Coronapandemie. Die Valoren des auf Reifen spezialisierten E-Commerce-Anbieters haben sich mittlerweile aufgerappelt (Xetra: DEX, Kurs: 8.72 €, Marktkapitalisierung 123 Mio. €). Die Chancen auf eine weitere Erholung sind intakt.

Delticom bezeichnet sich mit der Marke «Reifen Direkt» als führend in Europa in der Onlinedistribution von Reifen und Kompletträdern. Insgesamt ist man in 73 Ländern präsent, auch in den USA, und hat über 16 Mio. Kunden. Angesprochen werden Privat- und Geschäftskunden, das Sortiment umfasst mehr als 100 Reifenmarken und 25’000 Reifentypen für Autos und Motorräder sowie Spezialfahrzeuge. Mit im Programm sind Motoröle, Dachträgersysteme, Batterien oder Tuning-Equipment.

Bestellen und zur Werkstatt liefern lassen

Der Trick am Geschäftsmodell: Der Kunde kann die bestellte Ware zur Montage zu einem der 37’000 Werkstattpartner von Delticom schicken lassen. In der Schweiz kommt das Unternehmen auf rund 2750 solcher Partner. Es kann mittlerweile auf ein ausgeprägtes Logistik- und Online-Know-how bauen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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