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Hot Corner: Dividenden-Weltmeister

Pascal Meisser
Die kanadische Scotiabank schüttet seit 185 Jahren ununterbrochen Geld an ihre Aktionäre aus. Auch die Kursentwicklung lässt sich sehen.

Langfristig machen Gewinnausschüttungen an die Aktionäre einen grossen Teil der Gesamtrendite aus – sofern diese Jahr für Jahr ausbezahlt und vom Anleger reinvestiert werden. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, das kanadische Geldinstitut Bank of Nova Scotia (BNS 81.99 0.42%) (Börse Toronto: BNS; Kurs: 82.56 kan. $, Börsenwert rund 76 Mrd. Fr.) anzuschauen.

Es gibt auf der ganzen Welt keinen treueren Dividendenzahler als die Bank of Nova Scotia. Seit der Gründung 1832 in Halifax in der kanadischen Provinz Nova Scotia zahlt das Institut, das auch als Scotiabank bekannt ist, ununterbrochen eine Dividende aus. In den letzten fünfundvierzig Jahren wurde diese nicht weniger als dreiundvierzigmal nach oben angepasst.

Kurs vervielfacht

Gleichzeitig wandert der Aktienkurs unaufhörlich nach oben. Allein in den vergangenen zwanzig Jahren haben sich die Kurse vervielfacht – trotz Dot-Com-Blase und Finanzkrise. Zur Einordnung: Im gleichen Zeitabschnitt haben Schweizer Privatbankaktien wie jene von Vontobel (VONN 66.7 3.73%) oder Julius Bär (BAER 63.86 0.38%) zwischen 40 und 60% zugelegt, Grossbanken wie UBS (UBSG 19.325 1.98%) und Credit Suisse (CSGN 18.28 0.77%) indes deutlich an Terrain verloren. Die Scotiabank, die drittgrösste Bank des Landes, bedient wie die hiesigen Grossbanken die gesamte Palette von Investment Banking über Wealth Management bis hin zum Privatkundengeschäft.

Trotz dieser umfassenden Abdeckung von Dienstleistungen ist es der Scotiabank gelungen, den Finanzkrisenstrudel weitgehend unbeschadet zu überleben. Das liegt hauptsächlich daran, dass  sie das Wachstum sehr behutsam angeht. Heute ist die Bank mit fast 90‘000 Mitarbeitern in siebzehn Ländern präsent. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 200 Mrd. Fr. gehört die Scotiabank nicht zu den grössten Anbietern. Sie zieht es vor, in ausgesuchten Märkten wie etwa Lateinamerika oder der Karibik ihre Stärken auszuspielen. Diese Strategie spiegelt sich quartalsweise in den Zahlen.

Konstant hohe Gewinne

In den vergangenen sieben Quartalen hat Scotiabank ausschliesslich Gewinne in Milliardenhöhe erzielt und dabei fast immer die Erwartungen übertroffen. Auch für die kommenden Quartale werden weitere Gewinnsteigerungen angestrebt.

Für Anleger, die auf der Suche nach einer soliden Finanzaktie sind, bietet die Scotiabank weiterhin eine Einstiegschance. Denn trotz der Kursgewinne ist der Titel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2018 von 13 im besten Fall ähnlich bewertet wie andere internationale Grossbanken. Das sind gute Argumente, um auch weiterhin neue Aktionäre zu gewinnen.