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Hot Corner: Mit dem Skilift erfolgreich

Compagnie des Alpes ist mit einem Marktanteil von 26% der marktführende Skiliftbetreiber in Frankreich.

Jeffrey Hochegger

Das Investment passt zur Jahreszeit. In den Wintersportorten herrscht Hochbetrieb. Davon profitiert Compagnie des Alpes (Euronext Paris: CDA, Börsenwert 732,5 Mio. €, Kurs am Dienstag: 29.95 €). Das Unternehmen ist mit einem Marktanteil von 26% der marktführende Skiliftbetreiber in Frankreich.

Weil der erste Schnee diese Saison früh gefallen ist, konnten viele Anlagen früher öffnen, die Zeit zum Geldverdienen ist entsprechend länger. Indikationen für die laufende Skisaison sind deshalb positiv. Weil es früh Winter wurde, verzeichneten die Skiresorts ansprechende Buchungszahlen, vor allem der Vergleich gegenüber dem Vorjahr fällt positiv aus.

Margenstarke Gebiete

Im Winter werden auf den unternehmenseigenen Anlagen rund 14 Mio. Tickets verkauft. Mit Betriebsstätten in Val d´Isère, Tignes oder Meribel ist der Skiliftbetreiber in sehr attraktiven Skigebieten aktiv. Das stützt die Marge, weil diese Gebiete in der Regel zahlungskräftige Kunden anziehen.
Der Ausblick ist auch aus einem anderen Grund intakt: CDA hat in den vergangenen Jahren stark investiert, was die Gewinnentwicklung belastete und die Margen drückte. Allein die Normalisierung dieser Ausgaben dürfte zu einer Stabilisierung der künftigen Ergebnisse und einem Anstieg der Margen führen.

Um dem Risiko des ausbleibenden Schnees entgegenzuwirken und die Saisonalität der Erträge zu reduzieren, verfügt CDA über ein zweites Standbein. Neben den Skianlagen betreibt das Unternehmen Vergnügungsparks, Wachsfigurenkabinette und Spassbäder. Im Bereich Vergnügungsparks ist CDA die Nummer vier in Europa und verzeichnete zuletzt knapp 10 Mio. Besucher pro Jahr.

Bei diesem Segment handelt es sich um den eigentlichen Wachstumsmotor des Unternehmens, der mittlerweile bereits fast die Hälfte zum Umsatz beisteuert. Auch die geografische Expansion wird vorangetrieben. Aktuell ist CDA zwar noch hauptsächlich in Frankreich aktiv, legt aber auch ausserhalb von Europa zu. Zu diesen Aktivitäten gehören Geschäfte in China, Russland, Georgien, Kasachstan, in der Türkei, in Marokko und Japan. Vertrauen schafft vor allem die längerfristige Umsatzentwicklung. In den vergangenen zehn Jahren kletterte der Umsatz stetig von 576 Mio. € auf 854 Mio. CDA beschäftigt gut 5000 Mitarbeiter.

Dividende als Treiber

Auch wenn CDA keine Dividendenperle ist, achtet sie auf den Aktionär. Die Dividende ist seit 2017 von 0.50 auf 0.70 € gestiegen. Daraus errechnet sich auf dem aktuellen Kursniveau eine Rendite von 2,3%. Analysten gehen allerdings davon aus, dass die Ausschüttung in den kommenden zwei Jahren auf 0.85 € steigt, was die Rendite auf 2,8% hebt. Der Grund für diesen Optimismus liegt wohl in der niedrigen Ausschüttungsquote von 27,5% für das abgelaufene Jahr.

Von sechs Analysten, die die Aktien verfolgen, werden sie von fünf zum Kauf empfohlen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 34 €, was einem Potenzial von rund 14% entspricht. Die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 von 11 nicht teuer. Der Mix aus stabilem Skiliftgeschäft und flotter Achterbahn dürfte sich auszahlen.