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Hot Corner: Mit Knaus Tabbert auf den Campingboom setzen

Die Pandemie hat die Nachfrage nach Campingferien befeuert. Profiteur ist der deutsche Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert.

Miriam Kappeler

Während die klassische Tourismusbranche ein Coronaverlierer ist, boomt das Campinggeschäft mehr denn je. Auch im vergangenen Jahr erreichten die Neuzulassungen einen Rekord. Gemäss dem Caravaning-Industrie-Verband wurden 2021 in Deutschland über 81’000 Wohnmobile neu zugelassen. Das sind 4% mehr als im Jahr zuvor. Wer ein Wohnmobil kaufen will, muss sich allerdings auf lange Wartezeiten einstellen.


FuW beleuchtet im Hot Corner regelmässig riskante Aktien, die Kurspotenzial haben. Weitere Artikel aus der Serie finden Sie hier.


Die Auftragsbücher der Hersteller sind gerappelt voll, doch aufgrund von Lieferengpässen hapert es mit der Bedienung der Nachfrage. Davon betroffen ist auch der deutsche Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert (Xetra: KTA, Kurs: 53.10 €, Börsenwert: 563,5 Mio. €). Obwohl das Auftragsvolumen per Ende September mit 1,4 Mrd. € doppelt so hoch war wie im Vorjahr, ist der Umsatz im dritten Quartal aufgrund von Lieferengpässen bei wesentlichen Materialien rückläufig. Bedingt durch das starke Wachstum im ersten Halbjahr kommt das Unternehmen für die ersten neun Monate 2021 dennoch auf ein Umsatzplus von 11%.

Im Prinzip ein florierendes Geschäft

Laut Experten könnten die weltweiten Spannungen in der Lieferkette im Verlauf des Jahres allmählich nachlassen. Ist das der Fall, dann scheint auch für Knaus Tabbert wieder die Sonne. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, investiert das Unternehmen 220 Mio. € in den Ausbau der Produktionskapazität. Bis 2025 soll so die Anzahl hergestellter Freizeitfahrzeuge verdoppelt werden.

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