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Hot Corner: Oatly füllt die Hafer-Pipeline

Seit dem IPO wurde Oatly an der Börse abgestraft. Das schnelle Wachstum bietet nun Chancen.

Jeffrey Vögeli

Bloss wenige Monate ist es her, dass sich viele vegan lebende oder laktoseintolerante Schweizer nicht im Supermarkt mit der Hafermilch ihres Vertrauens eindecken konnten. Oatly, das Produkt des gleichnamigen schwedischen Unternehmens (Nasdaq: OTLY, 14.87 $, Marktkapitalisierung 8,8 Mrd. $), konnte höchstens zu überhöhten Preisen über den Tresen einiger Kaffeebars gekauft werden. Erst im März kamen die Kartons hierzulande auch in die Supermarktregale.

Überhöht war indes auch der Preis der American Depositary Receipts beim Börsengang im Mai. Die Zertifikate, die für Aktien des in Schweden (noch) nicht kotierten Unternehmens stehen, gingen zu über 20 $ in den Handel und kletterten innerhalb weniger Wochen auf einen Höchststand von 29 $. Seitdem ging es steil abwärts, die Papiere markierten ihr Tief diesen Monat bei 12.84 $.

Kapazitätsausbau

Ein Grund für das Nachlassen der Euphorie sind die Mühen von Oatly, der Nachfrage nach dem eigenen Produkt zu entsprechen. So ist ein Deal in den USA mit dem Kaffeegiganten Starbucks grundsätzlich vielversprechend: Die Hafermilch findet so ihren Weg in die Lattes vieler Konsumenten, die Oatly sonst möglicherweise nicht in Betracht gezogen hätten. Starbucks, die im zweiten Quartal 27% des US-Umsatzes stellte, musste allerdings auf Alternativen ausweichen, da die Schweden nicht liefern konnten. Die Kaffeehauskette hatte doppelt so viel geordert wie von ihnen ursprünglich prognostiziert.

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