Unternehmen / Industrie

Huber+Suhner sind etwas für Geduldige

Analyse | Der Verbindungstechnikspezialist verbucht 2017 einen klar geringeren Gewinn. Den Margenrückschlag auszubügeln, braucht Zeit.

«Wir wollen nicht mit tiefmargigem Geschäft wachsen», versuchte Urs Ryffel die Skeptiker unter den Besuchern der Medien- und Analystenkonferenz zum Jahresabschluss zu beschwichtigen. Für 2017 meldete das Kabel- und Verbindungstechnikunternehmen mit einem Zuwachs von 5% auf 774 Mio. Fr. den höchsten Umsatz seit 2010, doch ging der Betriebsgewinn 16,6% auf 58,1 Mio. Fr. zurück. Die Marge nahm dadurch von 9,5 auf 7,5% ab.

Grund dafür ist die Fiberoptik, das umsatzmässig bedeutendste Geschäft des Unternehmens mit bisher durchweg hohen Margen. Letztes Jahr kam es im Bereich der Antennenkomponenten für die 4G-Umrüstung zu empfindlichem Margendruck, weil sich das Geschäft in preissensitive Schwellenländer verlagert hatte. Dazu brach der Absatz von sogenannten WDM-Produkten ein. Das alles führte bei einem etwa gehaltenen Umsatz zu einem Rückgang des Betriebsgewinns um 23 Mio. Fr., was die Marge des Segments von 13,4 auf 5,6% dezimierte. Immerhin gelang es im Segment Niederfrequenz, die lange Zeit niedrige Marge deutlich zu erhöhen. Nach 1,1% im Vorjahr stieg sie auf 5,1%. Ein wichtiges Geschäft dieses Segments sind Verkabelungen für Züge.

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